Während meines Masterstudiums
an der Hochschule Luzern/Schweiz
entwickelte ich eine neue Schnitttechnik,
die es erlaubt, ohne jegliche Nähte,
Oberbekleidung herzustellen.
Die Technik ist sowohl auf das Hand-
als auch auf das Maschinenstricken anwendbar.
Das nahtlose Stricken, das heisst,
dass keine einzige Naht mehr
nach der Beendigung der Strickarbeit
durchzuführen ist, erlangt in den letzten
Jahrzehnten eine immer grösser
werdende Bedeutung.
Im Gegensatz zur geschneiderter Kleidung,
ist es beim Stricken möglich dreidimensionale
Formen zu erlangen,
ohne eine einzige Naht auszuführen.
dass keine einzige Naht mehr
nach der Beendigung der Strickarbeit
durchzuführen ist, erlangt in den letzten
Jahrzehnten eine immer grösser
werdende Bedeutung.
Im Gegensatz zur geschneiderter Kleidung,
ist es beim Stricken möglich dreidimensionale
Formen zu erlangen,
ohne eine einzige Naht auszuführen.
Sowohl im industriellen Strickbereich
- mit der Erfindung des WHOLEGARMENT®-System
der Strickmaschinenfirma Shima Seiki
(vorgestellt im Jahrt 1995) -
als auch beim Handstricken, werden
die Maschenzu- und abnahmen dazu genutzt um nahtlos zu stricken.
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von der Theorie über Strickproben zumPrototypen |
Bei meiner Schnitttechnik, die beim Deutschen Patentamt
geschützt wurde, ist eine nahtlose Umsetzung
sowohl in Runden als auch in Flachstrick möglich.
Die menschliche Silhouette wird dabei
rotierend eingekleidet und bietet somit
ein breiteres Umsetzungsspektrum an Modellen.
Im Gegensatz dazu ist in der Industrie bislang
eine nahtlosen Umsetzung ausschliesslich beim Rundstricken
bzw. einer tubulären Ausführung möglich
(vgl. WHOLEGARMENT®/Shima Seiki bzw. knit and wear®/Stoll).
Durch mein vorhergehendes,
mehrsemestriges Mathematikstudium
und meine konzeptuelle, mathematische Denkweise,
habe ich eine Stricktechnik entwickelt,
die auf der Anwendung der verkürzten Reihen
(im Industriebereich: das Spickelverfahren) basiert.
Dabei werden einzelne Maschen/Maschenpartien
einige Reihen nicht gestrickt, sondern verbleiben
ungestrickt auf der Nadel bis sie zum einem späteren
Zeitpunkt wieder abgestrickt werden.
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Prinzip der verkürzten Reihen gezeigt anhand eines Blatt Papieres |
Auf dem oberen Bild wird aufgezeigt
wie aus 2D Dreidimensionalität entsteht:
1) das rote Dreieck wird ausgespart
2) die beiden Strecken kommen aneinander
3) das Blatt Papier bekommt eine dreidimensionale Form
Das selbe Prinzip erzielt man, wenn man
im Flachstrick verkürzte Reihen anwendet:
je nachdem welche Dreiecke ausgespart werden,
kommen unterschiedliche dreidimensionale
Ausformung ins Gestrick.
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Dreidimensionalität entsteht durch Anwendung von unterschiedlichen Dreiecken mit genau vorher bestimmten Winkeln |
Während der Masterthesis habe ich
eine umfangreiche Untersuchung durchgeführt,
um viele Regelmässigkeiten und Algorithmen zu erfassen.
Diese werden beim Entwurf und Erstellung
von Kleidungsmodelle angewandt.
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fünf Prototypen, die unterschiedliche Umsetzungsarten aufzeigen |
Der wesentliche Unterschied zwischen
den einzelnen Prototypen bildet nicht nur
die unterschiedliche Form der Kleidung,
sondern die unterschiedlichen Anschlags- und Abkettkanten.
Daraus resultiert die enorme Vielfältigkeit von sowohl
konventionellen als auch individuellen Formen und Schnitten.
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Nahaufnahmen der Masterprototypen |
Prämiert wurde die Technik durch
den Schweizer Design Award und dem Heinrich Blanc Förderpreis.
wow unglaublich spannend :-D
AntwortenLöschenHallo, bin durch Zufall auf Ihre Webseite gestossen und bin sehr beeindruckt. Ich freue mich schon auf Ihre weiteren Modelle und viel Erfolg bei der Veröffentlichung Ihres Buches!
AntwortenLöschenSehr faszinierend. Bin leider nicht so super fit im Stricken, aber die Idee, ohne Nähte zu arbeiten ist genial.
AntwortenLöschenSo schöne Modelle!
Ahoi,
Sara